Diese Seite enthält die Zahlen der Gehaltsstudie Herbst 2026 von Immotalente. Gehaltsbänder je Berufsgruppe, was Verwaltungen einplanen, warum Menschen kündigen und wie lange sie bleiben. Jede Zahl steht hier mit der Zahl der Fälle, auf der sie beruht, mit dem Erhebungszeitraum und mit dem, was sie nicht bedeutet. Erhoben von Immotalente, einem Headhunter für kaufmännische Berufe in der Immobilienverwaltung.
Jeder dieser Sätze steht für sich allein: Er nennt die Zahl, die gezählte Einheit, den Erhebungszeitraum und die Einschränkung. So lässt er sich zitieren, ohne dass etwas Wichtiges fehlt.
Von 150 Datenpaaren aus 42 Mandaten lag bei 106, also 71 Prozent, die Gehaltsforderung des Kandidaten im Budget der Verwaltung oder darunter. Zeitraum Dezember 2025 bis September 2026. Es sind Kandidaten, die aktiv im Wechsel standen, keine Zufallsstichprobe des Arbeitsmarkts.
86 von 285 Kandidaten, also 30 Prozent, fordern nicht mehr, als sie heute verdienen. Grundlage sind 285 ausgewertete Interviews, Zeitraum Dezember 2025 bis September 2026. Gezählt ist, was ein Kandidat ausdrücklich als Untergrenze genannt hat.
Wer mehr fordert, fordert selten viel mehr: Die mittlere Hälfte will zwischen 3 und 16 Prozent mehr, in der Mitte sind es 7 Prozent. Gerechnet auf 107 Forderungen mit vergleichbarer Stundenbasis. Die Hälfte davon gleicht nur die Teuerung aus.
Das Gehalt nennen 9 von 130 Kandidaten, also 7 Prozent, als Grund für den Wechsel, und steht damit auf dem letzten Platz. Grundlage sind 130 handcodierte Interviews, Mehrfachnennung war möglich. Es sind Selbstauskünfte im Erstgespräch.
20 von 28 unterschriebenen Verträgen liegen innerhalb von zehn Prozent um die ausgeschriebene Obergrenze, in der Mitte 8 Prozent darunter. Zeitraum Dezember 2025 bis September 2026. Es sind eigene Besetzungen, keine Marktstatistik.
Von den Stellen, die vor 2020 angetreten wurden, endeten 26 Prozent binnen zwei Jahren, von den Stellen ab 2020 waren es 44 Prozent. Grundlage sind 883 berufliche Stellen mit Startdatum. Die Richtung ist belastbar, die Größe des Abstands ist eine Obergrenze.
Alle Beträge sind Jahresbrutto bei Vollzeit und nur das feste Gehalt. Boni, Dienstwagen und variable Anteile zählen nicht mit. Die mittlere Hälfte sind die mittleren fünfzig von hundert Forderungen. Der Abstand ist der Unterschied zwischen den beiden Mitten, nicht der Aufschlag, den ein einzelner Kandidat fordert.
| Berufsgruppe | verdient heute, in der Mitte | fordert, in der Mitte | mittlere Hälfte der Forderungen | Abstand | Zahl der Forderungen |
|---|---|---|---|---|---|
| WEG-Verwaltung | 50.000 € | 55.000 € | 48.250 bis 60.000 € | +10 % | 45 |
| Mietverwaltung | 54.000 € | 57.438 € | 47.125 bis 70.500 € | +6 % | 22 |
| Immobilienbuchhaltung | 52.000 € | 55.750 € | 52.000 bis 60.875 € | +7 % | 26 |
| Assistenz und Backoffice | 46.050 € | 44.000 € | 40.000 bis 54.250 € | nicht ausgewiesen | 14 |
| Leitung und Teamleitung | 78.500 € | 84.500 € | 74.000 bis 99.375 € | +8 % | 12 |
Woher diese Zahlen kommen. 119 Kandidatensätze mit einer bezifferten Gehaltsforderung, aufgeteilt nach der Berufsgruppe, für die der Kandidat vorgestellt wurde. Erhebungszeitraum Dezember 2025 bis September 2026.
Was sie nicht bedeuten. Das ist kein Tarif und keine Aussage für ein einzelnes Bundesland. Keine Zeile erreicht 60 Fälle, unsere eigene Schwelle für eine belastbare Aussage über ein Gehaltsband. Die beiden unteren Zeilen stehen auf 14 und 12 Fällen und sind eine Orientierung, kein Gehaltsband. In der Assistenz weisen wir keinen Abstand aus, weil dort ein einziger Fall die Mitte um mehrere tausend Euro verschiebt.
Höchst- und Tiefstwerte nennen wir nicht, weil darin Teilzeit- und Ausbildungsfälle stecken. Regionale Zahlen sind nicht Teil dieser Ausgabe.
Die linke Zahl ist die Mitte des ausgeschriebenen Gehaltsbandes, die rechte die Mitte der Forderungen derselben Berufsgruppe. Beides sind Mitten, keine Obergrenzen. Ein Gehaltsbudget ist ein Band, etwa 45.000 bis 58.000 €; verglichen wird eine Forderung mit dessen Obergrenze, nicht mit seiner Mitte.
| Berufsgruppe | eingeplant, in der Mitte | gefordert, in der Mitte | Zahl der genannten Budgets |
|---|---|---|---|
| WEG-Verwaltung | 49.000 € | 55.000 € | 59 |
| Immobilienbuchhaltung | 49.000 € | 55.750 € | 23 |
| Mietverwaltung | 50.000 € | 57.438 € | 13 |
| Assistenz und Sachbearbeitung | 42.500 € | 44.000 € | 13 |
| Teamleitung | 56.000 € | 84.500 € | 11 |
Woher diese Zahlen kommen. 81 genannte Gehaltsbudgets aus Bedarfsanalysen und Briefings eigener Besetzungen, Erhebungszeitraum Dezember 2025 bis September 2026.
Was daraus folgt. Von 150 Datenpaaren aus 42 Mandaten lag bei 106, also 71 Prozent, die Forderung im Budget oder darunter. Wer einstellen will, hat meistens ein realistisches Budget. In den übrigen 44 von 150 Datenpaaren, also 29 Prozent, lag die Forderung darüber, in der Mitte um 11.000 €. In sieben von 42 Mandaten lag das eingeplante Budget unter dem, was Kandidaten der gesuchten Berufsgruppe fordern, besonders häufig bei Leitung; auf diese sieben Mandate entfallen 28 der 150 Datenpaare. Das typische Muster ist eine Leitungsstelle zum operativen Preis: 60.000 € eingeplant, 80.000 € gefordert.
Es gilt als ausgemacht, dass ein Wechsel mehr Geld bringen muss. Für fast ein Drittel der Kandidaten stimmt das nicht.
| Was der Kandidat sagt | Zahl der Interviews | Anteil |
|---|---|---|
| Ich gehe bewusst unter mein heutiges Gehalt | 22 von 285 | 8 % |
| Genau mein heutiges Gehalt genügt | 64 von 285 | 22 % |
| Zusammen: fordert nicht mehr als heute | 86 von 285 | 30 % |
| Ich will mehr verdienen | 139 von 285 | 49 % |
| Zahl genannt, aber nicht vergleichbar | 60 von 285 | 21 % |
| Will keine Zahl nennen | 6 von 285 | 2 % |
Wie viel mehr die fordern, die mehr fordern. In der Mitte 7 Prozent, auf 50.000 € also rund 3.500 €. Die mittlere Hälfte will zwischen 3 und 16 Prozent mehr. Gerechnet auf 107 Forderungen mit vergleichbarer Stundenbasis.
Wovon die Hälfte gleich wieder weg ist. Ein Kandidat ist in der Mitte zwei Jahre auf seiner Stelle. In diesen zwei Jahren ist das Leben um 4 Prozent teurer geworden. Von den geforderten 7 Prozent bleiben rund 3 Prozent echter Zuwachs. Ab etwa zweieinhalb Jahren im Job kreuzen sich die Linien: Wer länger bleibt, fordert beim Wechsel weniger Zuwachs, als die Teuerung ihm inzwischen genommen hat.
Gezählt ist, was ein Kandidat ausdrücklich als Untergrenze genannt hat. Gesagt und gerechnet sind zweierlei: Rechnet man nur die Beträge, liegen 33 Forderungen unter dem heutigen Gehalt, meist knapp und teils wegen Teilzeit. Von den 60 nicht vergleichbaren Zahlen nennen 17 einen Stundensatz, eine Teilzeitstelle oder eine Ausbildungsvergütung.
Welcher Grund vorn steht, hängt an der Berufsgruppe. In drei der vier Gruppen ist es ein anderer. Ein Anzeigentext, der für alle vier passen soll, passt für keinen richtig.
| Wechselgrund | alle vier Gruppen | WEG-Verwaltung von 48 |
Mietverwaltung von 36 |
Immobilienbuchhaltung von 28 |
Assistenz von 18 |
|---|---|---|---|---|---|
| Die Aufgaben passen nicht mehr | 51 von 130 · 39 % | 16 · 33 % | 20 · 56 % | 8 · 29 % | 7 · 39 % |
| Es geht beruflich nicht weiter | 43 von 130 · 33 % | 20 · 42 % | 10 · 28 % | 5 · 18 % | 8 · 44 % |
| Klima und mangelnde Wertschätzung | 29 von 130 · 22 % | 10 · 21 % | 7 · 19 % | 6 · 21 % | 6 · 33 % |
| Führungswechsel im Unternehmen | 27 von 130 · 21 % | 12 · 25 % | 7 · 19 % | 6 · 21 % | 2 · 11 % |
| Personalmangel und Überlastung | 26 von 130 · 20 % | 9 · 19 % | 6 · 17 % | 10 · 36 % | 1 · 6 % |
| Insolvenz, Verkauf, Umbau, Kündigung | 19 von 130 · 15 % | 5 · 10 % | 7 · 19 % | 5 · 18 % | 2 · 11 % |
| Technik von gestern, analoge Abläufe | 15 von 130 · 12 % | 3 · 6 % | 1 · 3 % | 8 · 29 % | 3 · 17 % |
| Der Weg zur Arbeit | 13 von 130 · 10 % | 3 · 6 % | 4 · 11 % | 4 · 14 % | 2 · 11 % |
| Private und familiäre Gründe | 12 von 130 · 9 % | 4 · 8 % | 4 · 11 % | 2 · 7 % | 2 · 11 % |
| Fluktuation im Team | 12 von 130 · 9 % | 8 · 17 % | 2 · 6 % | 2 · 7 % | 0 · 0 % |
| Mangelnder Wille zur Veränderung | 10 von 130 · 8 % | 4 · 8 % | 3 · 8 % | 0 · 0 % | 3 · 17 % |
| Zum Vergleich: das Gehalt | 9 von 130 · 7 % | 5 · 10 % | 1 · 3 % | 1 · 4 % | 2 · 11 % |
Zwei Befunde, die quer dazu liegen. 38 von 130 Kandidaten, also 29 Prozent, kündigen, weil die Arbeit nicht zu schaffen ist: 36 nennen die Überstunden, 18 die fehlenden Leute, 16 nennen beides. Und 40 von 130 Kandidaten, also 31 Prozent, sprechen die Einarbeitung von sich aus an, am häufigsten in der Immobilienbuchhaltung mit 13 von 28.
Woher diese Zahlen kommen. 130 handcodierte Interviews aus dem Zeitraum Dezember 2025 bis September 2026, aufgeteilt nach der gesuchten Berufsgruppe. Eine Person kann mehrere Gründe nennen, die Spalten summieren sich deshalb über den Nenner hinaus.
Es sind Selbstauskünfte im Erstgespräch mit einem Headhunter. Die Rangfolge ist in der Spitze belastbar, im Mittelfeld unscharf.
Von den Stellen, die vor 2020 angetreten wurden, endeten 26 Prozent binnen zwei Jahren. Von den Stellen ab 2020 waren es 44 Prozent. Der Anteil steigt über die Jahrzehnte gleichmäßig durch, und der größte Sprung liegt zehn Jahre vor Corona.
| Zeitraum des Stellenantritts | endete binnen zwei Jahren | Zahl der Stellen |
|---|---|---|
| vor 2005 | 12 % | 90 |
| 2005 bis 2009 | 12 % | 57 |
| 2010 bis 2013 | 29 % | 73 |
| 2014 bis 2016 | 29 % | 85 |
| 2017 bis 2019 | 36 % | 138 |
| 2020 bis 2021 | 47 % | 113 |
| 2022 bis 2023 | 43 % | 171 |
Die Vermutung hören wir von fast allen Kunden. In den Rohzahlen sieht sie bestätigt aus, doch der Haken steckt in der Zeit, aus der die Stellen stammen: Von den Stellen der unter 30-Jährigen begannen 72 Prozent erst ab 2020, von denen der über 50-Jährigen nur 41 Prozent. Vergleicht man nur Stellen, die ab 2020 angetreten wurden, verschwindet der Unterschied.
| Alter beim Antritt, Stellen ab 2020 | endete binnen zwei Jahren | Zahl der Stellen |
|---|---|---|
| unter 30 Jahren | 52 % | 63 |
| 30 bis 39 Jahre | 50 % | 48 |
| 40 bis 49 Jahre | 48 % | 28 |
| ab 50 Jahren | 58 % | 50 |
Woher diese Zahlen kommen. 883 berufliche Stellen mit Startdatum aus den ausgewerteten Lebensläufen für die Zeiträume, und 392 Stellen von 103 Kandidaten für die Altersgruppen. Laufende Stellen sind mitgerechnet, nicht weggelassen.
Was sie nicht bedeuten. Der Abstand zwischen alt und neu ist eine Obergrenze: Eine halbjährige Stelle aus 2004 steht in keinem Lebenslauf mehr, eine aus 2024 steht drin. Die Richtung hält, die Größe nicht. Hinter jeder Altersgruppe stehen nur 28 bis 63 Stellen; bei so kleinen Gruppen können Unterschiede dieser Größe Zufall sein. Wer bei der Auswahl auf jüngere Kandidaten setzt, senkt die Fluktuation damit nicht.
Für 28 unterschriebene Verträge liegen Forderung, Budget und vereinbartes Gehalt nebeneinander. 20 davon liegen innerhalb von zehn Prozent um die ausgeschriebene Obergrenze, in der Mitte 8 Prozent darunter. Der Abschluss folgt also dem Band, das vorher festgelegt wurde.
Was daraus folgt. Wer sein Gehaltsband niedrig ansetzt, spart am Ende wenig. Er verkleinert die Zahl der Interessenten und verlängert die Zeit, in der die Arbeit liegen bleibt. Acht Abschlüsse liegen mehr als zehn Prozent unter der Obergrenze; zwei davon hatten ein sehr breites Band ausgeschrieben, 42.000 bis 63.000 € und 45.000 bis 63.000 €, und unterschrieben je bei 48.000 €. Ein Band von mehr als 15.000 € Breite heißt meist: Die Erfahrungsstufe ist noch nicht entschieden.
28 vergleichbare Abschlüsse aus eigenen Besetzungen, von den Auftraggebern selbst genannt. Verglichen wird mit der Obergrenze aus dem Briefing, Teilzeit auf die vereinbarten Wochenstunden heruntergerechnet.
| Was Verwaltungen als ihr Problem nennen | Nennungen | Anteil |
|---|---|---|
| Überlastung und fehlende Kapazität | 64 | 62 % |
| Mitarbeiterfluktuation und Mitarbeiterbindung | 59 | 57 % |
| Wachstum geplant, neue Aufträge nicht annehmbar | 53 | 51 % |
| Bewerberqualität und Passung | 44 | 43 % |
| Zu wenige Bewerber | 39 | 38 % |
Alle fünf hängen am Personal und bilden eine Kette. Wer überlastet ist, arbeitet Neue nicht ein. Wer Neue nicht einarbeitet, verliert sie wieder. Wer sie verliert, ist erneut überlastet. Eine offene Stelle ist selten der Anfang des Problems, sondern schon die Folge.
Mehrfachnennungen aus 103 Verwaltungen, erhoben in Gesprächen über eine offene Stelle, Zeitraum Dezember 2025 bis September 2026.
Alle Zahlen dieser Seite sind unter Nennung der Quelle frei zitierbar. Bitte nennen Sie immer die Zahl der Fälle mit, auf der ein Wert beruht.
Immotalente (2026): Gehaltsstudie Immobilienverwaltung, Herbst 2026.
Erhebungszeitraum Dezember 2025 bis September 2026.
https://immotalente.de/gehaltsstudie-2026.html
Kommerzielle Verwendung auf Anfrage an oliver@immotalente.de.
Ausgewertet sind die zeitlich letzten 285 Interviews mit 1.114 beruflichen Stationen, dazu 130 Gespräche mit Verwaltungen über eine offene Stelle, davon 105 echte Hausverwaltungen und 25 Projektentwickler oder Gewerbeverwaltungen, sowie 150 Datenpaare aus 42 Mandaten aus Gehaltsbudget und Forderung. Ein Fall zählt erst als Datenpaar, wenn zur selben Stelle beide Zahlen vorliegen: was die Verwaltung eingeplant hat und was der Kandidat gefordert hat.
Keine Zahl ist von Hand gesetzt. Jede kommt aus einem Skript, das sie aus den Rohdaten neu errechnet. Eine unabhängige Prüfung hat im August zehn Datensätze gegen ihre Quellen gehalten und vier Auslegungen korrigiert.
Was diese Studie nicht ist. Kein vollständiger Querschnitt der Branche. Alle Kandidaten kommen aus eigenen Besetzungen, meistens für Stellen, die schwer zu besetzen sind. Budgets und Forderungen sind Verhandlungspositionen, keine Vertragsgehälter. Seit 2022 hat Immotalente über 1.000 Kandidateninterviews ausgewertet; diese bilden die Erfahrungsgrundlage des Unternehmens und sind nicht die Stichprobe dieser Studie.
Alle Beträge sind Jahresbrutto bei Vollzeit und nur das feste Gehalt. Teilzeit ist auf 40 Wochenstunden hochgerechnet. Keine Verwaltung und kein Kandidat ist in dieser Studie wiedererkennbar.
Diese Seite enthält die Zahlen. Das Heft enthält dazu die Kurven, die wörtlichen Zitate aus den Interviews und zwei dokumentierte Besetzungen im Vergleich. Sie bekommen es gegen Angabe Ihrer E-Mail-Adresse sofort zugeschickt.
Studie herunterladenIn der Mitte 50.000 € heute und 55.000 € als Forderung für einen Wechsel, jeweils Jahresbrutto bei Vollzeit und nur das feste Gehalt. Die mittleren fünfzig von hundert Forderungen liegen zwischen 48.250 und 60.000 €. Der Abstand von 10 Prozent ist der größte aller Berufsgruppen.
Grundlage sind 45 dokumentierte Gehaltsforderungen von WEG-Verwaltern, Zeitraum Dezember 2025 bis September 2026. Kein Tarif und keine Aussage für ein einzelnes Bundesland. Mehr dazu im Ratgeber zum Gehalt von WEG-Verwaltern.
In der Mitte 54.000 € heute und 57.438 € als Forderung, bei 22 ausgewerteten Mietverwaltern. Die mittlere Hälfte der Forderungen liegt zwischen 47.125 und 70.500 €, das ist die breiteste Spanne aller Berufsgruppen. Der Abstand zum heutigen Gehalt ist mit 6 Prozent zugleich der kleinste.
Mietverwalter verdienen heute in der Mitte mehr als WEG-Verwalter, fordern für einen Wechsel aber weniger Aufschlag. Zum Berufsbild: Hausverwalter und Mietverwaltung.
In der Mitte 52.000 € heute und 55.750 € als Forderung, bei 26 ausgewerteten Immobilienbuchhaltern. Die mittlere Hälfte der Forderungen liegt zwischen 52.000 und 60.875 €, der Abstand zum heutigen Gehalt beträgt 7 Prozent. Die Hälfte dieser Gruppe fordert also mindestens das, was die Gruppe heute in der Mitte verdient.
Auffällig ist der Wechselgrund: 10 von 28 Immobilienbuchhaltern nennen Personalmangel und Überlastung, 8 von 28 die veraltete Technik. Zum Berufsbild: Immobilienbuchhalter.
In der Mitte 78.500 € heute und 84.500 € als Forderung, die mittlere Hälfte der Forderungen liegt zwischen 74.000 und 99.375 €. Diese Zeile steht auf zwölf Leitungsrollen aus allen Berufsgruppen zusammen und ist eine Orientierung, kein Gehaltsband.
Bei Leitungsrollen ist der Abstand zwischen eingeplantem Budget und Forderung am größten. Das typische Muster ist eine Leitungsstelle zum operativen Preis: 60.000 € eingeplant, 80.000 € gefordert, jeweils der Wert in der Mitte.
Meistens nicht. Von 150 Datenpaaren aus 42 Mandaten lag bei 106, also 71 Prozent, die Gehaltsforderung des Kandidaten im Budget der Verwaltung oder darunter. Ein Datenpaar ist ein Fall, in dem sowohl das freigegebene Budget der Verwaltung als auch die Forderung des Kandidaten dokumentiert vorliegt.
In den übrigen 44 von 150 Datenpaaren, also 29 Prozent, lag die Forderung über dem Budget, in der Mitte um 11.000 €. Erhebungszeitraum Dezember 2025 bis September 2026. Es handelt sich um Kandidaten, die aktiv im Wechsel standen, nicht um eine Zufallsstichprobe des Arbeitsmarkts.
In der Mitte 7 Prozent mehr als heute, auf 50.000 € also rund 3.500 €. Die mittlere Hälfte der Kandidaten will zwischen 3 und 16 Prozent mehr, gerechnet auf 107 Forderungen mit vergleichbarer Stundenbasis.
Die Hälfte davon frisst die Teuerung: Ein Kandidat ist in der Mitte zwei Jahre auf seiner Stelle, und in diesen zwei Jahren ist das Leben um 4 Prozent teurer geworden. Wie Sie das im Gespräch einordnen, steht im Ratgeber zum Gehaltsgespräch.
86 von 285, also 30 Prozent. Davon nennen 64 genau ihr heutiges Gehalt als ausreichend und 22 gehen ausdrücklich darunter. 139 von 285, also 49 Prozent, wollen mehr verdienen, und nur 6 von 285 wollen überhaupt keine Zahl nennen.
Was diese 86 stattdessen wollen: an erster Stelle andere Aufgaben, dann weniger Personalverantwortung, dann verlässliche Arbeitszeiten, ein kürzerer Weg und Arbeit von zu Hause. Nichts davon kostet Gehalt, und keines davon erfährt ein Kandidat, bevor Sie es ihm sagen.
Am häufigsten, weil die Aufgaben nicht mehr passen: 51 von 130 Kandidaten, also 39 Prozent. Danach fehlende berufliche Entwicklung mit 43 von 130 (33 Prozent), Klima und mangelnde Wertschätzung mit 29 von 130 (22 Prozent), ein Führungswechsel mit 27 von 130 (21 Prozent) und Personalmangel mit 26 von 130 (20 Prozent).
Das Gehalt nennen 9 von 130 Kandidaten, also 7 Prozent, und steht damit auf dem letzten Platz. Grundlage sind 130 handcodierte Interviews, Mehrfachnennung war möglich. Ausführlich im Ratgeber zu den Kündigungsgründen.
Ja, und zwar seit rund fünfzehn Jahren. Von den Stellen, die vor 2020 angetreten wurden, endeten 26 Prozent binnen zwei Jahren. Von den Stellen ab 2020 waren es 44 Prozent. Grundlage sind 883 berufliche Stellen mit Startdatum.
Der Satz, erst seit Corona nehme die Fluktuation zu, trägt nicht: Der Anteil steigt über die Jahrzehnte gleichmäßig durch, und der größte Sprung liegt zehn Jahre vor Corona. Die Richtung ist belastbar, die Größe des Abstands ist eine Obergrenze.
Nein. Von den Stellen, die ab 2020 angetreten wurden, endeten bei Kandidaten unter 30 Jahren 52 Prozent binnen zwei Jahren, bei 30 bis 39 Jahren 50 Prozent, bei 40 bis 49 Jahren 48 Prozent und ab 50 Jahren 58 Prozent. Alle vier Gruppen liegen zwischen 48 und 58 Prozent.
In den Rohzahlen sieht die Vermutung bestätigt aus, weil von den Stellen der unter 30-Jährigen 72 Prozent erst ab 2020 begannen, von denen der über 50-Jährigen aber nur 41 Prozent. Wer die beiden Lebensläufe vergleicht, vergleicht zwei Jahrzehnte und nennt das Ergebnis Alter. Hinter jeder Altersgruppe stehen nur 28 bis 63 Stellen.
Dicht an der Obergrenze. 20 von 28 unterschriebenen Verträgen liegen innerhalb von zehn Prozent um die ausgeschriebene Obergrenze, in der Mitte 8 Prozent darunter. Für diese 28 Besetzungen liegen Forderung, Budget und vereinbartes Gehalt nebeneinander.
Wer sein Gehaltsband niedrig ansetzt, spart am Ende wenig, verkleinert aber die Zahl der Interessenten. Ein Band von mehr als 15.000 € Breite heißt meist, dass die Erfahrungsstufe noch nicht entschieden ist.
Für WEG-Verwalter in der Mitte 49.000 €, für Immobilienbuchhalter ebenfalls 49.000 €, für Mietverwalter 50.000 €, für Assistenz und Sachbearbeitung 42.500 € und für Teamleitungen 56.000 €. Grundlage sind 81 genannte Gehaltsbudgets aus Bedarfsanalysen und Briefings.
Dass die WEG-Verwaltung 49.000 € einplant und 55.000 € gefordert werden, ist kein Widerspruch: Ein Gehaltsbudget ist ein Band, etwa 45.000 bis 58.000 €. Die 49.000 € sind dessen Mitte, verglichen wird eine Forderung aber mit der Obergrenze.
Überlastung und fehlende Kapazität, genannt von 64 von 103 Verwaltungen, also 62 Prozent. Danach Mitarbeiterfluktuation und Mitarbeiterbindung mit 59 Nennungen (57 Prozent), geplantes Wachstum mit 53 (51 Prozent), Bewerberqualität und Passung mit 44 (43 Prozent) und zu wenige Bewerber mit 39 (38 Prozent).
Mehrfachnennung war möglich. Alle fünf hängen am Personal und bilden eine Kette: Wer überlastet ist, arbeitet Neue nicht ein, und wer Neue nicht einarbeitet, verliert sie wieder. Wie lange eine Besetzung dauert, steht im Ratgeber zur Dauer einer Besetzung.
Auf einer eigenen Primärerhebung. Ausgewertet sind die zeitlich letzten 285 Interviews mit 1.114 beruflichen Stationen, 130 Gespräche mit Verwaltungen über eine offene Stelle, davon 105 echte Hausverwaltungen, und 150 Datenpaare aus 42 Mandaten. Erhebungszeitraum Dezember 2025 bis September 2026.
Alle Kandidaten kommen aus eigenen Besetzungen, überwiegend für schwer besetzbare Stellen. Die Studie ist damit kein vollständiger Querschnitt der Branche. Die zweite Studie dieses Jahres, der Stellenanzeigen-Report 2026, wertet 196 Stellenanzeigen deutscher Hausverwaltungen aus.